Eine der Anwärterinnen hatte die Ehre am Sonntagabend die Grammy-Awards zu eröffnen. Die Rede ist von Lady Gaga, alias Stefani Joanne Angelina Germanotta. Sie lieferte eine großartige und bunte Bühnenshow im knappen Body ab. Altmeister Elton John begleitete sie dabei am Piano.
Auch in Krisenzeiten weiß sich die Musikindustrie gut zu vermarkten, wie man Sonntagabend sehen konnte. Green Day erstellten aus ihren Hits aufwendige Musical-Versionen. Beyoncé verzauberte alle in ihrem Glitzerdress, begleitet von einer tanzenden Spezialeinheit coverte sie schmutzige Songs von Alanis Morissette in denen sie für jedes „f**k“ eine gekonnte Pause einsetzte. Lady Gaga als auch Pink zeigten ihre blanken Pobacken und viel nackte Haut. Doch es scheint so, als gilt auch dieses Jahr wieder die US-Doppelmoral. Amerika scheint nach wie vor Probleme zu haben.
Wie schon in der etwas kleineren Veranstaltung der MTV Music-Awards bekannt, ist auch die Grammy-Show eine geschlossene Veranstaltung. Die amerikanischen Künstler der Musikszene feierten sich in den höchsten und manchmal etwas schiefen Tönen selbst und selten sieht man Gäste aus dem Rest der Welt.
Besondere Aufmerksamkeit bekam Michael Jackson, der im Juni 2009 verstarb. Ihm zu Ehren sangen Celine Dione, Usher, Jennifer Hudson, Smokey Robinson und Carrie Underwood gemeinsam seinen geschriebenen „Earth Song“.
Das besondere an der Performance war, dass das Publikum und die TV-Zuschauer dies in 3D betrachten konnten, sofern sie eine passende Brille zu Hand hatten. Die beiden Jackson-Kinder Paris und Prince Michael nahmen den Grammy für das Lebenswerk ihres Vaters entgegen und sorgten bei der Dankesrede für einen sehr rührenden Augenblick.
Nach 3 Stunden Live-Auftritten, Charity-Einlagen und begeisterungswürdigen Showeinlagen endete die etwas chaotisch geschnittene TV-Gala. Für 10 Grammys nominiert, von denen sie 6 mit nach Hause nehmen durfte, ist die 28jährige Beyoncé Knowles als Gewinnerin des Abends zu sehen.
Keine Künstlerin vor ihr hatte soviel Grammys abgesahnt. Die Country-Newcomerin Taylor Swift folgte ihr mit 4 Auszeichnungen und an dritter Stelle befand sich Lady Gaga die zwei Trophäen abstaubte.